Berliner Blinden- und Sehbehindertensportverein von 1928 e.V.

Tischball

Sportstätte: Gymnastikhalle der Johann-August-Zeune-Schule,
Rothenburgstraße 14-15,
U-Bahn U9 oder S-Bahn S1 bis Rathaus Steglitz
Zeitpunkt: Montag 18:00 Uhr - 19:30 Uhr
Ansprechpartner: Thorsten Wolf, Telefon: 030 / 859 48 75

Tischball - was ist das?

Tischball ist am besten mit dem Tischtennis zu vergleichen, das Spiel ist lediglich angepasst worden für Blinde und Sehbehinderte, kann jedoch von jedem gespielt werden.

Tischball wird mit Hilfe von Gehör und Gefühl gespielt.
Das wird durch einen rasselnden Ball ermöglicht. Im Spielraum soll absolute Stille herrschen. Keiner darf während des Spiels den Raum betreten oder verlassen. Jeder Spieler trägt eine verdunkelte Brille. Diese lässt kein Licht durch und nimmt dem Spieler die Sicht, so dass im visuellen Sinne jeder Spieler dem anderen Spieler gleich ist. Mit einem länglichen Racket versucht der Spieler den rasselnden Ball (6 cm Durchmesser) zur gegenüberliegenden Seite - ins Tor - zu schlagen. Der Spieltisch misst 3,66 zu 1,21 Meter und hat rundherum aufstehende Kanten in Höhe von 14 cm, damit der Ball nicht vom Spieltisch rollt. An den beiden Stirnseiten des Spieltisches befindet sich jeweils das Tor.
Es kommt darauf an, dass beide Spieler versuchen, den Ball ins Tor des Gegners zu schießen, wobei man dies versucht zu verhindern, indem man mit dem Racket sein Tor verteidigt. Für jedes erzielte Tor erhält der Spieler zwei Punkte. Wird der Ball vom Spieltisch geworfen, oder macht der Spieler irgendeinen anderen Fehler, so bekommt der Gegenspieler einen Punkt zuerkannt. Der Spieler, dem es gelingt, elf Punkte zu erringen, ist der Sieger der Spielrunde.


Das Spiel

Das Spiel wird eins gegen eins gespielt. Tischball ist ein sehr schneller Sport.


Der Sport

Tischball (Showdown) wurde in Kanada am Institut des Blindenverbandes in Vancouver entwickelt. Es handelte sich um ein einfaches Spiel.
Als im Jahre 1980 die olympischen Spiele für behinderte in Arnheim, Niederlande, stattgefunden haben, wurde Tischball zum ersten Mal in Europavorgestellt. Anschliessend hat Tischball als Spiel, insbesondere unter der Leitung von Herrn Lorentz aus Nymegen, eine rasche Entwicklung erlebt. Zu Anfang organisierte Herr Lorentz vor allem Demonstrationsspiele, die an vielen Orten ausgeübt wurden. Viele haben sie mitverfolgt. Auch verbreitete Herr Lorentz wo er nur konnte das Spielmaterial. 1983 wandte er sich an den Nationalen Sportverband Dongen, mit dem Anliegen, Tischball in das AktivitätenProgramm des jährlich stattfindenden Sportwettkampfes aufzunehmen. So hat am 28. April 1984 zum ersten Mal in den Niederlanden ein Tischballtournier stattgefunden. Die damaligen Teilnehmer kamen aus Dongen und umliegenden Städten. Herr Lorentz machte weiter. Er regte die Nationale Stiftung zur Förderung Sportlicher Aktivitäten für Behinderte an, den Sport überall bekannt zu machen und ihn fest in das Programm aufzunehmen. Außerdem sollte den einzelnen Sportlern die Möglichkeit geboten werden, regelmäßig in einem geeigneten Raum Tischball spielen und trainieren zukönnen. Dementsprechend ist Tischball groß geworden!
Heutzutage gibt es einen aktiven Verein in Dongen, dessen Mitglieder, ob hartgesotten, ob frisch dazugekommen, sich gelegentlich zusammenfinden. Im Laufe der Zeit sind neue Tischballvereine gegründet worden, so dass es inzwischen sogar zur Selbstverständlichkeit gehört, dass sich die Teilnehmer einige Male im Jahr zu einem internationalen Tournier treffen! Und dabei ist es nicht geblieben, denn diese Treffen haben schliesslich zu europäischen Meisterschaften geführt.

Tischball - das Spiel, das ursprünglich als Aktivität zur Rehabilitation in Kanada gedacht war, hat sich im Laufe der Jahre zu einem vollwertigen Sport entwickelt, der mittlerweile in 16 Ländern ausgeübt wird. Die Teilnehmer reisen zu jedem Tournier immer wieder gern an und spielen mit Überzeugung und Begeisterung Tischball.

Berichte von Andrea Vulprecht:

Berliner Tischballtage 20. - 24.05.2009

Tischball oder Showdown oder Blindentischtennis wurde vom 20. bis 24. Mai 2009 vom Berliner Blinden- und Sehbehindertensportverein (BBSV) zusammen mit dem DBSV und der Johann-August-Zeune-Schule vorgestellt. Das Projekt wird gefördert von der Aktion Mensch.


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