Rheinsberg: Berliner Sportler haben am 27. März die ersten Deutschen Meisterschaften im Showdown dominiert. Gleich fünf Aktive des BBSV haben es unter die ersten 10 des Teilnehmerfeldes geschafft, unter ihnen auch die frisch gekürte Meisterin Antje Samoray (Ergebnisliste bei Showdown Germany).
Der Vorstand des BBSV gratuliert Antje ganz herzlich zu diesem tollen Erfolg.
Premiere: Am Tag der Eröffnung der Frauen-WM am 26. Juni 2011 besiegt der BBSV/LFC Berlin das Nationalteam aus Polen mit 5:0.
An diesem Sonntag siegte Deutschland nicht nur 2:1 gegen Kanada in der Frauen-WM sondern auch das Blindenfußballteam vom BBSV/LFC Berlin gegen die neu gegründete Nationalmannschaft aus Polen.
Während Blindenfußball in Berlin dieses Jahr seinen fünften Geburtstag feiern kann, sind die mehrheitlich sehbehinderten Spieler aus Breslau und Krakau erst seit wenigen Monaten im Fußball mit Schlafmaske aktiv. In freundlicher Athmosphäre ging es für die Neulinge am rasselnden Leder vor allem darum, Erfahrungen zu sammeln und die Auslegung der Spielregeln kennenzulernen. Nach vier Treffern des Berliners Kofi Osei und einem Eigentor der Polen konnten die Lichterfelder Kicker dagegen einmal ganz neue Spielkonstellationen ausprobieren.
Das Eindeutige Spielergebnis war dabei eher Nebensache, und nach dem Spiel wurde schnell an weiteren Treffen geplant: Wie wäre es z. B. miteinem Turnier mit weiteren Gästen im Herbst?
Beim Blindenfußball sind die je vier Feldspieler blind, die beiden Torwarte und Rufer an den Seiten und hinter den Toren sehend. Das Kleinfeld ist mit Banden begrenzt, eine Halbzeit dauert 25 Minuten. Mit traumwandlerischer Ballsicherheit wird das rasselnde Leder übers Feld geführt, gepasst und auf das 3X2 Meter Tor gedroschen. Neben dem technischen Können, spielen Orientierung und die Verständigung der Spieler untereinander die Hauptrollen.
Reiner Delgado
Vom 02.09. bis zum 04.09.2011 fuhr die neu formierte Torballmannschaft des Berliner Blinden- und Sehbehindertensportvereins nach Wilhelmshaven, da dort das 31. internationale Behindertensportfest stattfand.
Schon auf der Hinfahrt fingen die Merkwürdigkeiten an. Von Oldenburg bis Wilhelmshaven war Schienenersatzverkehr angesagt. Die nächste Überraschung wartete dann auf uns in Wilhelmshaven. Unsere Unterkunft - das Piratennest - entpuppte sich als ein Museum mit Betten.
Am Samstagmorgen nach einem leichten Frühstück wurden wir zur Halle gebracht und das Turnier konnte losgehen. Es waren acht Mannschaften mit internationaler Besetzung vor Ort:
Antwerpen, Basel, Linz. Sowie die fünf deutschen Mannschaften Wilhelmshaven, Magdeburg, Borgsdorf, St. Pauli und Berlin. Wie so oft bei Turnieren war draußen super Wetter und in der Halle war es sehr warm. Als erstes wartete St. Pauli auf uns. Es war eine durchaus lösbare Aufgabe und wir gewannen das Spiel souverän mit 7:2. Gegen den Gastgeber Wolfgang Noltemeier, flankiert von zwei Kirchdernern, erzwangen wir ein 5:5. Gegen Linz hielten wir uns tapfer, verloren trotzdem 0:2. Dann wartete Antwerpen auf uns. Wir schlugen die Belgier mit 2:0 und spätestens ab diesem Zeitpunkt war klar, dass Berlin wieder eine hochmotivierte und ausbaufähige Mannschaft ist. Jetzt kamen jedoch die alten Berliner Marotten zu Tage. Gegen unsere Nachbarn aus Borgsdorf verloren wir 1:3. Auch gegen Magdeburg war uns der Sieg nicht vergönnt und wir verloren erneut knapp mit 2:3. Unser armes Maskottchen – Unsere Frau Coach erwürgte es fast, litt sehr. Unser letztes Spiel sollten wir gegen den künftigen Turniersieger „Heidiland“ 0:2 verlieren. Das Spiel war hart umkämpft und die Schweizer empfanden uns als schwersten Gegner des Turniers. Hätten wir gegen Magdeburg gewonnen, wären wir Fünfter geworden. Jetzt hat es nur für den siebten Platz gereicht. Kurios ist hieran, dass wir – im Vergleich zu Platz 5 und 6 – ein ausgeglichenes Torverhältnis von 17:17 hatten, wogegen Platz 5 und 6 ein Negatives aufwiesen. Wir haben von vielen anderen Turnierteilnehmern Anerkennung und Zuspruch erhalten und alle waren sich einig, dass unsere Platzierung der Leistungen nicht gerecht wurden. Das bestärkt uns darin, weiter zu trainieren und dass die „Hoppelbälle“ für uns zukünftig kein Problem mehr sein sollten.
Für Berlin spielten:
Jörg Bechtold,
Hauke Brandt,
Steffen Lehmann,
Lutz Niestrat
und Heiko Wiese.
Frau Coach Martina Gerstenberger mit dem gewürgten Frodo begleiteten uns in den hohen Norden.
Am Ende sah die Siegerreihenfolge folgendermaßen aus:
Der Berliner Blinden- und Sehbehindertensportverein bewirbt sich für „Sterne des Sports“. Mit freundlicher Genehmigung hier ein Artikel dazu aus dem Berliner Abendblatt Nr. 38, Ausgabe Steglitz-Zehlendorf:
Vom 28.10.-30.10.2011 fanden in Schweden die European Top 12 statt. Ein Bericht von Antje Samoray ist bei Showdown Germany zu lesen.
5./6. November 2011: Dieses Wochenende ist viel geschehen !!! Die Torballtruppe war zum Turnier in Linz eingeladen. Trotz der Reisestrapazen wollten wir unser erstes internationales Turnier mit der neuen Besetzung in Angriff nehmen. In einer räumlich beengten Halle war es nicht nur kuschelig warm und stickig, sondern es fanden auch 28 spannende und meist faire Spiele statt. Acht Mannschaften spielten um den Sieg. Hier der ausführliche Bericht.
Vom 11.11.11 bis 13.11.11 fand in Vilnius (Litauen) ein Teamwettkampf im Showdown statt. Es hatten sich insgesamt 12 Mannschaften aus sieben verschiedenen Ländern angemeldet. Auch Deutschland war mit einem Team, Bestehend aus Reinhard, Thomas und Antje, vertreten. Gerlind begleitete uns und Gaby kam als Schiedsrichterin mit. Ein Bericht von Antje Samoray ist bei Showdown Germany zu lesen.
Wir – die Torballmannschaft des BBSV-Berlin – waren auch dieses Mal wieder von der Partie, um weitere Turniererfahrung zu sammeln und vielleicht wieder mit so einem tollen Ergebnis heimzukehren, wie es in Linz der Fall war. Der erste Punkt lässt sich ganz klar mit einem Ja beantworten, der Zweite leider nicht. Unser erstes Spiel gegen die Magdeburger Truppe verloren wir ganz klar. Danach konnten wir zwar zwei knappe Siege verbuchen, dennoch folgten leider zwei knappe Niederlagen und eine klare Niederlage gegen die Wilhelmshavener. Insgesamt konnten wir unser Leistungsniveau nicht abrufen und hatten wieder Pech mit Hobbelbällen. Wir freuen uns aber schon auf unser erstes eigenes Turnier in Berlin am 10.12. Hoffentlich haben wir dort einen Heimvorteil und das Wetter ist nicht so unterirdisch wie in Hannover. Es kann nur besser werden und wir sind optimistisch, dass es zukünftig wieder bessere News von uns zu lesen gibt.
Für Berlin spielten:
Steffen Lehmann konnte leider krankheitsbedingt nicht mitfahren.
Martina Gerstenberger und ihre Tochter Aurelia begleiteten uns und heiterten uns nach dem Turnier auch wieder super auf.
Am 10.12.2011 richtete der Berliner Blinden- und Sehbehindertensportverein nach langer Zeit wieder einmal ein Torballturnier aus. An diesem Nikolausturnier nahmen die Teams aus Borgsdorf, Halle, St. Pauli sowie die Gastgeber Berlin I und Berlin II teil. Der Sieger sollte den heißbegehrten Nikolausstiefel erhalten. Gespielt wurde jeder gegen jeden mit anschließender Halbfinal- und Finalrunde. Hier der ausführliche Bericht.