26.03.2009: Ende März fand die turnusmäßige Hauptversammlung des Berliner Blinden- und Sehbehindertensportvereins im Haus der Berliner Blinden, Berlin-Grunewald statt. Offensichtlich stand der Termin ganz oben im Terminkalender der Vereinsmitglieder, denn es fanden in diesem Jahr so Viele wie noch nie den Weg zur Vollversammlung, was sehr erfreulich und wichtig war, denn schließlich standen die Neuwahlen des Vorstandes an. Da das langjährige Vorstandsmitglied Lothar Rehdes seinen Rückzug aus dem Vorstand angekündigt hatte und da das ebenfalls langjährige Vorstandsmitglied Herrmann Dunker vor wenigen Wochen verstorben war, waren einige Posten neu zu besetzen.
Neben den Wahlen durften sich die Vereinsmittglieder von der sportlich und wirtschaftlich stabilen Lage des Vereins überzeugen; sportlich befindet sich der Verein sogar auf Expansionskurs, da nach Blindenfußball im vergangenen Jahr nun mit Tischball eine weitere international betriebene Sportart für blinde und sehbehinderte Menschen in das Vereinsangebot aufgenommen worden ist. An dieser Stelle möchte sich der Vorstand des BBSV nochmals bei den beiden ausgeschiedenen Vorständlern für ihre langjährige und außerordentlich erfolgreiche Arbeit bedanken.
Dr. Roland Zimmermann (Pressewart BBSV).
Am letzten Märzwochenende 2009 nahmen Sportler des BBSV an einem Tischballturnier im holländischen Tilburg teil. Tischball ist eine in Deutschland noch junge Sportart, die der BBSV als einer der ersten Sportvereine in Deutschland anbietet.
"Andrea serviert!" klingt ein Ruf durch den leeren Klassenraum einer holländischen Grundschule.
Allerdings bedeutet das nicht, dass Andrea was Leckeres auf den Tisch bringt. Vielmehr fordert der Schiedsrichter sie damit auf, den rasselnden Ball mit ihrem Aufschlag, also dem "Service" ins Spiel zu bringen.
Hier wird nämlich Showdown gespielt; zu deutsch: Tischball.
In Dongen, einem kleinen Vorort von Tilburg in den Niederlanden behaupten sich fünf deutsche blinde und sehbehinderte Sportler ganz gut zwischen den erfahrenen holländischen Turnierteilnehmern und geben ihr Bestes. Doch mitten unter den langjährigen und gut trainierten Showdown-Sportlern sehen sie ziemlich blass aus. Trotzdem kommen sie nun schon zum vierten Mal hierher, um Erfahrungen zu sammeln und die tolle Atmosphäre zu erleben.
Ingrid Welling und ihr Lebensgefährte Peter de Cock laden die drei Berliner und zwei Cottbuser Sportfreunde immer wieder ein, an ihren Turnieren teilzunehmen. Und es ist wirklich jedes Mal ein tolles Erlebnis.
Diese Veranstaltungen finden regelmäßig im Jahr in den Klassenräumen einer Grundschule statt, die extra dafür zur Verfügung gestellt wird. In der großen Halle sind genügend Tische und Stühle für alle Teilnehmer und ihre Begleiter aufgestellt. Es ist auch reichlich für das leibliche Wohl gesorgt. Die Wettkampfleitung hat stramm zu tun, denn diesmal sind es 86 Teilnehmer aus allen 15 Showdown-Vereinen des Landes, die sich in ihren entsprechenden Vereinsfarben präsentieren. Und mitten unter ihnen befinden sich eben unsere fünf deutschen Freunde mit ihren zwei Begleitern.
Alles muss an einem Tag über die Bühne gehen. Es gibt hier 13 Klassenräume die sich alle im Erdgeschoss befinden. Die wurden für diesen Tag leer geräumt, damit die Tischballplatten genügend Platz haben. Es werden also 13 Schiedsrichter gebraucht. Auch die sind den ganzen Tag fast pausenlos im Einsatz.
Jetzt wird Andreas Mitspielerin endlich auch ein wenig nervös, weil sie nicht damit gerechnet hat, dass diese sogar noch ein Tor erzielt, und knallt den Ball an die "Mittelplank", will sagen die Mittelbande. Dafür kassiert sie einen Strafpunkt. Das ist aber auch ihr einziger Fehler in diesem Match.
Nach dem Seitenwechsel haut sie Andrea den Ball nur so um die Ohren. Die bemüht sich um Schadensbegrenzung, also den Ball nur abzuwehren und nicht mehr in ihr Tor zu lassen. Leider gelingt ihr das nur kurzzeitig.
Ihr fehlen die Routine, die Erfahrung und das gute kontinuierliche Training, das die Spieler hier in Holland geniessen. Die haben nämlich wirklich ideale Bedingungen, um diesen Sport zu betreiben.
Als das Spiel für Andrea verloren gegangen ist, gratuliert sie der anderen Spielerin zum Sieg und wird zusammen mit ihr vom Schiedsrichter zurück in den Saal und an ihren Tisch geführt.
Die vier Männer in der deutschen Gruppe haben es zwar weiter gebracht, scheiden aber in der K.O.-Runde ebenfalls aus. Doch haben alle mit Erfolg teilgenommen, und an Erfahrung haben sie allemal dazugewonnen.
Der Höhepunkt des Tages ist dann gegen Ende das große Finale der beiden besten Spieler in diesem Turnier. Das muss man einfach erlebt haben, wie schnell und scharf da die Bälle durch die Luft fliegen! Im Finale gelten besondere Regeln: Es werden zwei Gewinnsätze gespielt, und zwei Schiedsrichter müssen anwesend sein. Ausserdem können Zuschauer bzw. -hörer dabei sein.
Dann gibt es die Siegerehrung. Doch bevor die erfolgreichsten Spieler ihre Pokale in Empfang nehmen, geht ein großer Dank an alle fleißigen ehrenamtlichen Helfer. Und den haben sich die Schiedsrichter und Betreuer auch verdient. Ohne so viele unermüdliche hilfreiche Hände und Augen wäre dieses tolle Turnier überhaupt nicht möglich.
Kaum ist alles vorbei, werden die Platten sofort aus den Klassenräumen geholt und auf die Lieferwagen gehievt. Alles geht wie im Handumdrehen, gut organisiert und reibungslos vonstatten. Schließlich müssen die Kinder wieder in die Schule und die Platten wieder zu ihren Vereinen.
Andreas Mitspielerin versichert ihr zum Abschied: "Nächstes Mal holst Du eine Trophäe."
Die deutschen Tischballer nehmen ihre schönen Erlebnise und interessanten Erfahrungen mit nach Hause und hoffen, dass irgendwann einmal auch in Deutschland so ein Turnier stattfinden kann. Vielleicht sind die Berliner Tischballtage im Mai ein guter Anfang.
Andrea Vulprecht
Beim Workshop Tischball (Showdown) in Berlin, den der Berliner Blinden- und Sehbehindertensportverein (BBSV) vom 20. bis 24.05.2009 erstmals in Deutschland durchgeführt hat, haben über 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die neue Sportart entdeckt und große Fortschritte gemacht.
In der Blindenschule Berlin-Steglitz fühlten sich alle sehr wohl. Wir hatten in der Sporthalle ausgezeichnete Spielbedingungen. Am ersten Tag stand der Spaß am neuen Spiel im Vordergrund. Unsere Sportfreunde Ingrid und Peter aus Tilburg erklärten uns die Sportart. Sie zeigten uns, wie der Ball mit dem Schläger über die Platte befördert wird und erläuterten die Spielregeln.
Am zweiten Tag standen Abwehrtechniken und präzise Aufschläge im Vordergrund. Die Spielerinnen und Spieler lernten schnell. Von 09.00 bis 19:00 Uhr war an den beiden Platten Spielbetrieb. Die große Begeisterung ließ auf ein spannendes Turnier am Abschlusstag hoffen.
Der erste Spree-Showdown-Cup übertraf alle Erwartungen. "Wir haben sehr spannende Spiele gesehen und die Sportart hat große Fortschritte gemacht", fasste Reinhard Winkelgrund aus Cottbus den Turnierverlauf zusammen. In zwei hart umkämpften Sätzen gewann er gegen Detlef Vulprecht aus Berlin das Finale der A-Gruppe. Die erfahrenen Finalisten mussten hart kämpfen, um sich gegen die jungen Wilden aus Soest, Dresden, Stuttgart, Berlin, Dortmund und Nordhorn durchzusetzen. Die spielerischen und kämpferischen Leistungen in den Vorrunden und den Halbfinals zeigten, dass alle in Berlin viel gelernt haben. Das B-Finale gewann Andrea Vulprecht gegen Matthias Hübner aus Berlin, die beiden Pokale des DBSV blieben damit ganz in der Nähe. Als Anerkennung für ihre Leistungen erhielten die Teilnehmenden eine Plakette und eine Urkunde.
Der Berliner Blinden- und Sehbehindertensportverein bedankt sich
Ein besonderer Dank gilt unseren Sportfreunden aus Tilburg, die in Deutschland den Ball ins Rollen brachten.
Den Gruppen in Soest, Dortmund und Stuttgart wünschen wir viel Erfolg bei ihrer Absicht, vor Ort den Spielbetrieb aufzubauen.
Thorsten Wolf
Sportler des BBSV nahmen an einem Tischballturnier in der Sportfakultät der Prager Karlsuniversität teil. Ein Bericht von Andrea Vulprecht:
Leichtsinn, Ehrgeiz, Neugier oder Wagemut, was hat uns veranlasst, zu diesem internationalen Turnier der besten Showdownspieler Europas zu fahren? Wahrscheinlich war es von allem etwas, vermischt mit der Euphorie der Berliner Tischballtage im letzten Mai, die der BBSV ausgerichtet hatte.
Auf jeden Fall wollten wir miterleben, wie andere europäische Nationen den Sport Showdown - bzw. zu deutsch Tischball oder Tischtennis für Blinde – erfolgreich betreiben und natürlich von ihnen lernen. Wir, das sind Reinhard Winkelgrund in Begleitung seiner Frau Gerlind, Andrea und Detlef Vulprecht als Mitglieder des BBSV sowie Jürgen Beer, der erst bei unserem Workshop im Mai Bekanntschaft mit diesem Sport gemacht hat und seinen Freund Stephan Wimmer als Schiedsrichter für das deutsche Team gewinnen konnte.Die Vernunft sagte uns, dass wir mit den Großen des Showdown-Sports noch nicht konkurrieren können, aber wir wollten wissen, wie weit wir schon fortgeschritten sind und woran wir noch besonders arbeiten müssen. Dann sind da noch viele andere Fragen gewesen: Wie ist dieser Sport woanders organisiert? Wo bekommen die Teams ihre Showdown-Platten her? Was verwenden die anderen Spieler für Schläger? Wie verhält es sich inzwischen mit den neuen Regeln, die erst seit dem 01.05.2009 gelten? Und noch viele Fragen mehr.
Teilgenommen haben an diesem großen Showdown-Turnier 15 Frauen und 40 Männer aus acht Nationen: Holland, Schweden, Finnland, Tschechische Republik, Slowakei, Italien, Dänemark und Deutschland.
Die ganze Veranstaltung fand in der Sportfakultät der Prager Karlsuniversität statt, wo wir auch untergebracht waren. Viele der Teilnehmer kannten sich schon von früheren Turnieren und freuten sich über das Wiedersehen in Prag. Auch wir haben einige Bekannte aus Holland und Tschechien getroffen, die uns schon als ihre Sportfreunde begrüßten. Wir konnten uns mit einem lustigen Mix aus Deutsch und Englisch gut verständigen.
Für uns waren die Spielergebnisse zwar nicht völlig unwichtig, doch noch viel interessanter war wohl das ganze Umfeld und die Atmosphäre während dieser Tage; liebenswerte Eigenheiten. Dort, wo sich die italienische Mannschaft aufhielt, war „Little Italy“, und die Slowaken haben bis in die Frühe um 3.00 Uhr begeistert ihr Volksliedergut mit einer Inbrunst durch das ganze Haus geschmettert, dass man ihnen einfach nicht böse sein konnte. Die Finnen waren ganz verrückt nach dem tschechischen Bier, und die schwedische Mannscaft trat bei den Spielen ihrer Kollegen immer in Gruppen auf, um sie mit Beifall zu bestärken.
Wir haben uns intensiv die tschechischen Platten angesehen und natürlich auch ziemlich strapaziert. Nach den neuen Regeln dürfen die Schläger insgesamt nur noch 34 cm lang sein. Für alle Fälle gab es auch neue Schläger vor Ort zu kaufen.
Unsere Mutprobe haben wir insofern bestanden, dass wir jeder ein Spiel gegen die routinierten Showdowner gewinnen konnten und sogar noch einige Einzelsätze, für die es jeweils einen Punkt gab.
Leider wurde ein anderes System gespielt, als wir es in Holland kennen gelernt hatten, so dass nicht alle Plätze ausgespielt wurden.
Und dann gab es am letzten Tag großes Finale mit allem, was dazugehört. Es ging los mit dem Frauenfinale (Holland, Finnland), dann zum Männerfinale (Schweden, Tschechische Republik) und steigerte sich zum Höhepunkt: Die Erste der Frauen trat gegen den Ersten der Männer an. Da lag Hochspannung in der Luft. Am Ende siegte die holländische Frauenpower über die vielversprechende schwedische Jugend. Und wie es sich gehört, gab es eine Siegerehrung mit Pokalverleihung und Abspielen der Nationalhymnen. Es war also ein gelungener Abschluss des Turniers, bei dem nicht alles so ablief, wie es eigentlich geplant war.
Als Resultat für die deutschen Turnierteilnehmer kann festgestellt werden, dass wir sehr viel Neues erfahren haben und das Gelernte unbedingt für unser eigenes Training übernehmen wollen.
uch diesmal sprang der Funke der Begeisterung über, so dass Thorsten, Jürgen und Reinhard spontan beschlossen haben, zur Weltmeisterschaft im August nach Schweden zu fahren.
Wünschen wir Ihnen dafür viel Erfolg, interessante Eindrücke und Begegnungen sowie eine ruhige und feste Schlaghand.
Andrea Vulprecht
12. - 16. August 2009: Erstmals nahmen Spieler aus Deutschland an der Weltmeisterschaft teil. Vom 12.-16. August fuhren Jürgen Beer und Thorsten Wolf vom BBSV aus Berlin und Reinhard Winkelgrund aus Cottbus nach Stockholm. Mit ihren Begleitungen Stefan Wimmer und Gerlind Winkelgrund kämpften sie mit 34 Spielern aus Kanada, den USA, Iran, Finnland, Dänemark, Schweden, Polen, Estland, Slowenien, Tschechien, der Slowakei und den Niederlanden um Satz und Sieg. Am Ende wurde Reinhard 24. Thorsten und Jürgen konnten sich über ihre 30. und 31. plätze freuen. Spielerisch und taktisch gibt es von den erfahrenen Spielern noch viel zu lernen. Streckenweise konnten wir ordentlich mithalten und Satzgewinne gegen international erfahrene Spieler zeigten, dass wir auf dem richtigen Weg sind. ?Wir erlebten ein hervorragend organisiertes Turnier und danken allen für die vielen Eindrücke, mit denen wir die Sportart Showdown (Blindentischtennis oder Tischball) in Deutschland weiter voranbringen wollen, beschreibt Thorsten Wolf seine Eindrücke. Unter www.showdownsweden.se finden sich umfangreiche Informationen zum Turnierverlauf bei den Damen, Herren und im gemischten Länderwettbewerb.
Bei uns gibt es www.showdowngermany.de mit Informationen rund um die Sportart. Im Oktober wollen wir in Breda (Niederlande) bei den ParaGames mit weiteren Spielerinnen und Spielern starten.
Andrea Vulprecht
Am letzten Augustwochenende 2009 stellten Sportler des BBSV Showdown beim Louis Braille Festival der Begegnung in Hannover vor. Ein Bericht von Andrea Vulprecht:
Wir hatten überhaupt keine Vorstellung davon, wie unsere Präsentation von Tischball bzw. Showdown, wie dieser Sport international genannt wird, von den Teilnehmern des Louis-Braille-Festivals angenommen wird. Um so mehr freuen wir uns über den Riesenerfolg und die große Resonanz, die wir erzielt haben.
Schon am Freitag ging es sofort nach unserer Ankunft um 17.00 Uhr los. Und Thorsten Wolf als Vorsitzender des BBSV hatte es auch gleich mit den Medien zu tun. Unsere Tischballplatte war für alle sehr anziehend. Sie sieht jetzt aber auch wieder richtig gut aus, nachdem sie auf Betreiben von Frank Larsen, dem Zeugwart des BBSV, erst gründlich restauriert wurde und dann auch noch einen schönen neuen Anstrich bekommen hat. So etwas macht ganz besonders bei den Sehbehinderten einen guten Eindruck.
Am Samstag sollte dann Tischball angeboten werden von 11.00 bis 16.00 Uhr. Der Andrang war jedoch so groß, dass wir schon ab 10.00 Uhr bis abends unmittelbar vor der Festveranstaltung um 19.00 Uhr für alle da waren. Leider mussten wir unseren Raum räumen; sonst hätten wir den Leuten noch bis spät in die Nacht Tischball zeigen können
Da die Nachfrage so unerwartet groß war, haben wir uns spontan entschlossen, auch noch am Sonntag für Tischballinteressenten da zu sein. Dafür mussten wir allerdings unsere Platte erst einmal in die Tiefgarage des Hotels verfrachten. Wir hatten schon befürchtet: Hier findet uns doch kein Mensch! Aber weit gefehlt. Unser zusätzliches Sonntagsangebot und der etwas versteckte Spielort sprachen sich schnell herum, und so gab es auch hier zeitweise ziemlichen Andrang. Einige wollten gar nicht mehr aufhören. Es wurde Tischball gespielt bis zur allerletzten Minute, als die Platte dann um 13.30 Uhr zum Transport eingeladen wurde.
Der Treffpunkt Tischball in Hannover war also ganz bestimmt eine Attraktion auf dem Festival. Nun sind wir gespannt, wie sehr unsere Internet-Seite von den Leuten besucht wird und wer mit uns Kontakt aufnehmen wird, damit Tischball auch in anderen Teilen Deutschlands zu einem regelmäßigen Sportangebot wird.
Andrea Vulprecht
Am letzten Septemberwochenende 2009 nahmen Sportler des BBSV am 3. Internationalen Showdown-Turnier in der Lausitz teil. Ein Bericht von Andrea Vulprecht:
Showdown am Karpfenteich - das klingt wie der Titel eines spannenden Krimis. Und spannend wie ein Krimi war das 3. Internationale Showdown-Turnier in der Lausitz tatsächlich bis zum großen Finale.
16 Teilnehmer aus Holland, der Tschechischen Republik und Deutschland trafen sich am 26. September 2009 in Stradow bei Cottbus, wo Reinhard Winkelgrund und seine Frau Gerlind auf dem Gelände einer privaten Fischzuchtanlage ein Mehrzweckgebäude mit geeigneten Räumen für dieses Turnier nutzen konnten.
Viele Helfer sorgten dafür, dass diese Veranstaltung reibungslos ablief und die Sportler sich ganz auf den freundschaftlichen Wettkampf konzentrieren konnten. In der kleinen Küche vor Ort war immer für Essen und Trinken gesorgt, und alle wurden in jeder Hinsicht sehr gut betreut.
Auch jeder Sportler gab sein Bestes, und die deutschen Spieler konnten von den holländischen und tschechischen Gästen wieder sehr viel lernen. Es wurde an zwei Platten gespielt, und vier Kampfrichter teilten sich die verantwortungsvolle Aufgabe, im Wechsel die Spiele zu bewerten.
In der Vorrunde gab es vier Gruppen zu je vier Spielern, so dass jeder Teilnehmer zunächst drei Spiele absolvieren musste. Die Erst- und Zweitplatzierten aus dieser Runde fanden sich dann im A-Pool, die übrigen Teilnehmer im B-Pool zusammen. Dort mussten dann jeweils noch einmal zwei Spiele bestritten werden. Die beiden erfolgreichsten Spieler traten dann jeweils zum Finale ihres Pools an. Das B-Finale bestritten Inge Dix aus Holland gegen Andrea Vulprecht aus Berlin, die mit zwei Sätzen gewann.
Der Favorit für das A-Finale und damit für den Turniersieg war für Deutschland Reinhard Winkelgrund aus Cottbus, der die Spiele der Vorrunde auch souverän bewältigte. Er konnte sich jedoch leider nicht gegen die sehr stark spielende Helma van den Boom aus Holland durchsetzen. Die ehemalige Europameisterin gewann in einem aufregenden Finale verdient nach zwei Sätzen, und so ging der Pokal in diesem Jahr nach Holland. Das ist für unseren Sportfreund Reinhard sicher ein großer Ansporn, noch mehr zu trainieren, um im nächsten Jahr wieder zu siegen.
Vielleicht waren einige Teilnehmer erstaunt über den überraschenden Ausgang der beiden Finalspiele. Das gab diesem Turnier die besondere Würze. Am wichtigsten ist es aber, dass es für jeden Turnierteilnehmer ein schöner und erfolgreicher Spieltag war.
Es fand eine Siegerehrung statt, bei der auch den Kampfrichtern und allen sonstigen Helfern gedankt wurde. Dabei wurden auch Einladungen zu weiteren geplanten Turnieren ausgesprochen, und dann klang der Abend ganz entspannt bei einem leckeren Abendessen im Freien aus. Ach ja: Dazu gab es natürlich ganz frisch geräucherten Fisch aus dem im Titel erwähnten Teich.
Andrea Vulprecht