Berliner Blinden- und Sehbehindertensportverein von 1928 e.V.

Torball

Sportstätte: Turnhalle Johann-August-Zeune-Schule,
Rothenburgstraße 14, 12165 Berlin-Steglitz,
U-Bahn U9 oder S-Bahn S1 bis Rathaus Steglitz
Trainingszeit: Montag von 17:00 Uhr - 20:00 Uhr und Donnerstag (alle zwei Wochen) ab 19:30 Uhr
Ansprechpartner: Jörg Bechtold, Telefon: 0160 / 22 86 753
eMail: torball@bbsv-online.org
Aktuelles:
   
   
   
   
   
   
   

Trainerin oder Trainer gesucht!

Wir, der Berliner Blinden- und Sehbehindertensportverein (BBSV) e.V., suchen bestenfalls ab sofort oder nach Vereinbarung für unsere
Torballmannschaft eine Trainerin oder einen Trainer. Zu den Tätigkeiten gehört das eigenständige Leiten des Trainings, was immer am Montag von 17:00 bis 20:00 Uhr stattfindet, sowie die Begleitung auf Wochenendturniere (ca. fünf bis sieben Mal im Jahr).

Es wird eine engagierte und zuverlässige Persönlichkeit gesucht, die sich gerne auf eine neue Sportart einlassen möchte, kreativ und geduldig ist. Erwünscht sind Erfahrungen beim Anleiten von Sportgruppen, insbesondere auch Kenntnisse vom Aufbau eines Kraft- und Koordinationstrainings.
Eine Einarbeitung wird gewährleistet. Dies ist eine ehrenamtliche Tätigkeit mit Aufwandsentschädigung.


Weitere Informationen sind auf dieser Homepage zu finden.

Bei Interesse bitte eine E-Mail an
info@bbsv-online.org.

 

Deutsche Torballmeisterschaften in Berlin!

Landshut wieder einmal Deutscher Torballmeister der Herren – Kirchderne holt den Titel bei den Damen - Berlin zeigt sich mit Erreichen des sechsten Platzes als guter Gastgeber

Am 15.03.2014 fanden in der Max-Schmeling-Halle in Berlin die Deutschen Torballmeisterschaften statt. Bei den Herren konnten sich Landshut und München I souverän für die Halbfinalspiele qualifizieren. Landshut traf dort auf Kirchderne, die für die Mannschaft selbst unerwartet am Ende der Vorrunde den vierten Platz belegt hatten. Jedoch blieb das Team gegen den späteren Meister ohne Chance und verlor klar mit 1:8.
München I traf in seinem Halbfinale auf die Frankfurter, die im letzten entscheidenden Vorrundenspiel den Gastgeber aus Berlin mit 3:2 bezwungen hatten. Dieses Spiel verlief äußerst spannend und konnte am Ende von München I knapp mit 4:3 für sich entschieden werden. So kam es zum Finale zwischen den beiden langjährigen Trainingspartnern – Landshut und München.

Landshut erwischte den besseren Start und konnte mit 1:0 in Führung gehen. München I glich noch vor der Halbzeit aus. In der zweiten Hälfte gelangen Landshut dann zwei Treffer und das Spiel schien entschieden, aber München I konnte noch einmal rankommen. Es reichte am Ende aber nicht mehr, um den Sieg und Titelgewinn von Landshut zu verhindern. Im Spiel um Platz 3 besiegte Frankfurt die Mannschaft aus Kirchderne mit 3:1.
Bei den Damen wurde in der Vorrunde zwei Mal jeder gegen jeden gespielt – mit anschließendem Finale. Schlussendlich erreichten die SG Langenhagen/St. Pauli und Kirchderne das Endspiel. Auch hier entwickelte sich ein spannendes Spiel. Die Damen aus Kirchderne hatten am Ende das glücklichere Händchen und gewannen das Spiel mit 3:2

Wir gratulieren herzlich den beiden Teams aus Landshut und Kirchderne zur gewonnenen Deutschen Meisterschaft!

Die Mannschaft des Gastgebers und Ausrichters der Deutschen Torballmeisterschaften traf im ersten Spiel auf Kaiserslautern. Berlin fand nie ins Spiel und agierte unsicher. Zwei gezielt geworfene Bälle der Pfälzer trafen ihr Ziel. Berlin konnte nichts mehr entgegen setzen und verlor am Ende verdient mit 0:2.
Der nächste Gegner hieß Augsburg. Die Berliner konnten die Niederlage abhaken und spielten mutiger. Ein schneller Konter aus der Mitte markierte das erste Turniertor und die wichtige 1:0-Führung. Augsburg blieb aber ein unangenehmer Gegner und nutzte eine kleine Lücke zum Ausgleich. Das Spiel blieb bis kurz vor Schluss spannend. Berlin konnte kurz vor Spielende das entscheidende Tor mit einem hart geworfenen, platzierten Ball erzielen. Der Jubel in der Halle war groß! Berlin ging als glücklicher Sieger vom Feld und hatte die ersten zwei Punkte eingefahren.
Nun wartete der Titelverteidiger München I auf den Gastgeber. Berlin nahm die gute Stimmung und den Aufschwung mit in dieses Spiel. Von Beginn an zeigte man eine sehr konzentrierte Defensivarbeit. Die Bemühungen der Münchner verpufften immer wieder an einer geschlossenen Abwehrreihe. Auch hier brachte ein Konter die umjubelte 1:0-Führung. Was nun folgte, hat wohl einige in der Halle zum Augen- beziehungsweise Ohrenwischen verleitet – auch die Mannschaft selbst war etwas überrascht. Ab diesem Moment passte einfach alles: Weitere starke Würfe sowohl von links als auch von rechts fanden ihr Ziel und die Abwehr blieb trotzdem sicher. Einige Würfe wurden mit Glück knapp verteidigt, aber insgesamt blieb am Ende ein verdienter, überraschender, aber fantastischer 6:0-Erfolg – mit einer großartigen Stimmung in der Halle. 
Dieser Tag war aber nicht von Konstanz bestimmt. Auf dieses Hoch folgte leider im nächsten Spiel gegen den späteren Meister aus Landshut ein identisches Tief. Die Berliner fanden wieder nicht zu ihrem Spiel und mussten schnell drei Gegentore hinnehmen. Nun riskierte man alles und wechselte und zog den Center nach hinten. Volle Offensive hieß die Devise, aber auch dies brachte nicht den gewünschten Erfolg. Im Gegenteil: Weitere Gegentore mussten die Berliner hinnehmen. Das Spiel ging verdient mit 0:6 verloren. Süddeutschland hatte sich revanchiert.
Für das nächste Spiel stand erneut ein süddeutscher Gegner auf dem Spielplan – die zweite Mannschaft aus München. Die berliner Stehaufmännchen hatten sich wieder formiert und gefangen. Die Mannschaft spielte konzentriert und konnte schnell eine 2:0-Führung herausarbeiten. Die Defensive lag weiter sicher und offensiv konnte noch einmal nachgelegt werden. Am Ende musste der Gastgeber noch einen Gegentreffer hinnehmen, aber es blieb bei dem Zwei-Punkte-Gewinn.
Im nächsten Spiel traf Berlin auf Marburg. Die Berliner konnten zwar mit 1:0 in Führung gehen, aber die Marburger ließen sich nicht verunsichern und glichen schnell aus. Weitere platzierte Würfe und Spring-Bälle der Hessen brachten die Berliner ins Hintertreffen. In diesem Spiel klappte aus berliner Sicht wieder überhaupt nichts und beim Rückstand von 2:5 musste man auch noch verletzungsbedingt umstellen. Am Ende stand ein 3:7 im Protokoll. Abhaken und weitermachen konnte die Ansage nur lauten. Mit Kirchderne stand der nächste schwierige Gegner im Programm. Es entwickelte sich ein sehr spannendes Spiel. Berlin konnte mit einem gezielten Wurf in Führung gehen, musste aber bald darauf den Ausgleich hinnehmen. Danach lagen beide Abwehrreihen sicher. Berlin konnte jedoch mit dem letzten Wurf – alles oder nichts – den glücklichen und stark umjubelten Siegtreffer erzielen.
Die nächste Herausforderung hieß Dortmund. Die Begegnung begann abtastend – beide Teams konzentrierten sich auf ihre Defensive. Dortmund konnte als erstes nach einigen schnellen Wurfkombinationen die Lücke finden und die Führung erzielen. Berlin fand kein spielerisches Mittel und so musste ein Freiwurf her, der glücklicherweise sicher verwandelt wurde. Das 1:1 war auch gleichzeitig der Endstand.

Im letzten Spiel der Vorrunde traf Berlin auf Frankfurt, so wie im letzten Jahr auch. Dem Gastgeber konnte nur ein Sieg ins Halbfinale bringen. Leider rannte man schnell einem Rückstand hinterher, der bis auf drei Gegentore anwuchs. Mit drei platzierten und ansatzlosen Würfen hatte Frankfurt getroffen. Die berliner Mannschaft konnte zwar noch einmal auf 2:3 verkürzen, aber es reichte nicht aus, um Frankfurt entscheidend zu gefährden. Endstand: 2:3.
Damit war Frankfurt im Halbfinale und Berlin erreichte mit 19:22 Toren und 9:9 Punkten den sechsten Platz.

Für Berlin spielten: Steffen Lehmann, Heiko Wiese, Jörg Bechtold, Thorsten Wolf, Martin Oswald und Hamid Tahamtan.
Organisator nicht nur am Tage und verletzungsbedingt nicht dabei: Steffen Bülth.
Betreut und gecoacht wurden wir von: Stefan Kaul, Auri und Martina Gerstenberger sowie selbstverständlich vom Maskottchen Frodo.

Der BBSV und die Mannschaft möchte sich ganz herzlich bei allen Helferinnen und Helfer sowie Unterstützerinnen und Unterstützer bedanken, die dieses sportliche Großereignis erst möglich gemacht haben. Vielen Dank!

Wir freuen uns über die von vielen Beteiligten geäußerten positive Rückmeldungen hinsichtlich der Organisation und dem Ablauf der Deutschen Torballmeisterschaften. Es ist schön, wenn es Euch/Ihnen gefallen hat und wir faire Bedingungen und spannende Berichterstattungen ermöglichen konnten. Vielen Dank auch an alle Vertreterinnen und Vertreter der verschiedensten Medien, die die Torballmeisterschaften begleitet haben. Auch die Live-Berichterstattung am Turniertag wurde von den Anwesenden als tolle Ergänzung aufgefasst und gerne genutzt. Vielleicht war dies ja der Auftakt für die Etablierung dieser Neuerung bei zukünftigen Meisterschaften.

Stand nach der Vorrunde:

Damen

Herren

Auf dieser Seite des BBSV sind alle Ergebnisse der Spiele zu finden.

Unsere Torballmannschaft ist auch auf Facebook aktiv und freut sich über jeden Besuch und jegliches Gefallen:
www.facebook.com/BBSV.Torball.Berlin

Die DM in den Medien
Veranstalter
  • Deutscher Behindertensportverband e.V. (DBS), Tulpenweg 2 - 4, 50226 Frechen
  • Ausrichtender Landesverband war der Behinderten-Sportverband Berlin e.V. in Zusammenarbeit mit dem Berliner Blinden- und Sehbehindertensportverein von 1928 e.V. (BBSV )
  • Schirmherrschaft: Frank Henkel (Senator für Inneres und Sport)

Hier der Ankündigungsflyer:

Unterstützer

Finanziell wurde der BBSV großzügig vom Senat und von der Gemeinschaft Deutscher Blindenfreunde sowie der Deutschen Bank unterstützt. Viele helfende Hände konnten mit freundlicher Unterstützung durch die Stiftung Gute-Tat Berlin, dem Behindertensportverband Berlin und dem Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin gefunden werden. Der Ortsverband Wilmersdorf des Sozialverbandes Deutschland unterstützte uns bei der Verpflegung am Turniertag. 

Live-Übertragung

Am 15.03.2014 wurde auch eine live-Berichterstattung über die Deutschen Torballmeisterschaften angeboten.

Wir sendeten in Zusammenarbeit mit R4H.de.

Die Sendung wurde archiviert und kann unter folgendem Link angehört bzw. heruntergeladen werden:


Der Sport

Torball ist eine Ballsportart für Blinde, Sehbehinderte und Sehende.

Torball ist in der Bundesrepublik Deutschland eine der beliebtesten Ballsportarten für blinde und sehbehinderte Menschen und wird auf einem Feld das 16m lang und 7m breit ist gespielt. Pro Team sind drei Spielerinnen beziehungsweise Spieler auf dem Feld. In der Mitte sind drei Seile mit Glöckchen gespannt unter denen der Ball, der mit Schellen gefüllt ist, geworfen werden muss. Die gesamte Grundlinie beschreibt das Tor, welches 1,30m hoch ist und vor dem jeweils eine Mannschaft postiert ist. Nun wird der Ball hin und her geworfen und die Teams befinden sich abwechselnd im Angriff und in der Verteidigung. Die Torballspielerinnen und Torballspieler sind sehr stark auf das Gehör angewiesen. Alle tragen eine lichtundurchlässige Brille, damit Chancengleichheit zwischen Aktiven mit und ohne Sehfähigkeit besteht.

Anlässlich seines Jubiläums richtete der BBSV am 15. März 2008 - unter der Schirmherrschaft des Senators für Inneres und Sport, Herrn Dr. Ehrhart Körting - die Deutschen Torballmeisterschaften für Damen- und Herrenteams in Berlin aus – ein Spitzenereignis, was nicht nur die Augen Behindertensport-Deutschlands nach Berlin blicken ließ.