Berliner Blinden- und Sehbehindertensportverein von 1928 e.V.

Showdown (Tischball)

Training für Fortgeschrittene
Sportstätte: Gaststätte Candy,
Ecke Sömmeringstr. / Nordhauser Str., 10589 Berlin-Charlottenburg,
U-Bahn U7 bis Mierendorffplatz
Trainingszeit: Montag und Mittwoch ab 17:30 Uhr
Ansprechpartner: Thorsten Wolf, Telefon: 030 / 859 48 75
 
Training für Anfänger
Sportstätte: Gymnastikhalle der Johann-August-Zeune-Schule,
Rothenburgstraße 14-15, 12165 Berlin-Steglitz,
U-Bahn U9 oder S-Bahn S1 bis Rathaus Steglitz
Trainingszeit: Dienstag 18:00 Uhr - 19:30 Uhr
Ansprechpartner: Frank Larsen, Telefon: 0179 / 764 61 15
 
Training auch für Anfänger
Sportstätte: Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule,
Erich-Kurz-Straße 6, 10319 Berlin-Lichtenberg,
U-Bahn U5, Tram M17, 27, 37 bis U-Tierpark
Trainingszeit:

Dienstag und Donnerstag 15:00 Uhr - 17:00 Uhr

Ansprechpartner:

Hauke Brandt, Telefon: 030 / 338 70 44

 
Training auch für Anfänger
Sportstätte: ABSV,
Auerbachstraße 7, 14193 Berlin-Grunewald
S-Bahn S7, Bus M19 oder 186 bis S-Bahnhof Grunewald
Trainingszeit: Donnerstag 18:00 Uhr - 20:30 Uhr
Ansprechpartner: Detlef und Andrea Vulprecht, Telefon: 030 / 813 95 52
Bemerkung: Wer Interesse am Showdown-Sport hat, ist herzlich willkommen, wird aber gebeten, sich vorher bei Andrea oder Detlef zu melden, da der Platz begrenzt ist.
 
eMail: showdown@bbsv-online.org
Aktuelles:
   

Showdown - was ist das?

Showdown ist am besten mit dem Tischtennis zu vergleichen, das Spiel ist lediglich angepasst worden für Blinde und Sehbehinderte, kann jedoch von jedem gespielt werden.

Showdown wird mit Hilfe von Gehör und Gefühl gespielt.
Das wird durch einen rasselnden Ball ermöglicht. Im Spielraum soll absolute Stille herrschen. Keiner darf während des Spiels den Raum betreten oder verlassen. Jeder Spieler trägt eine verdunkelte Brille. Diese lässt kein Licht durch und nimmt dem Spieler die Sicht, so dass im visuellen Sinne jeder Spieler dem anderen Spieler gleich ist. Mit einem länglichen Racket versucht der Spieler den rasselnden Ball (6 cm Durchmesser) zur gegenüberliegenden Seite - ins Tor - zu schlagen. Der Spieltisch misst 3,66 zu 1,21 Meter und hat rundherum aufstehende Kanten in Höhe von 14 cm, damit der Ball nicht vom Spieltisch rollt. An den beiden Stirnseiten des Spieltisches befindet sich jeweils das Tor.
Es kommt darauf an, dass beide Spieler versuchen, den Ball ins Tor des Gegners zu schießen, wobei man dies versucht zu verhindern, indem man mit dem Racket sein Tor verteidigt. Für jedes erzielte Tor erhält der Spieler zwei Punkte. Wird der Ball vom Spieltisch geworfen, oder macht der Spieler irgendeinen anderen Fehler, so bekommt der Gegenspieler einen Punkt zuerkannt. Der Spieler, dem es gelingt, elf Punkte zu erringen, ist der Sieger der Spielrunde.

 


Das Spiel

Das Spiel wird eins gegen eins gespielt. Showdown ist ein sehr schneller Sport.


Der Sport

Showdown (Tischball) wurde in Kanada am Institut des Blindenverbandes in Vancouver entwickelt. Es handelte sich um ein einfaches Spiel.

Als im Jahre 1980 die olympischen Spiele für behinderte in Arnheim, Niederlande, stattgefunden haben, wurde Tischball zum ersten Mal in Europa vorgestellt. Anschliessend hat Tischball als Spiel, insbesondere unter der Leitung von Herrn Lorentz aus Nymegen, eine rasche Entwicklung erlebt. Zu Anfang organisierte Herr Lorentz vor allem Demonstrationsspiele, die an vielen Orten ausgeübt wurden. Viele haben sie mitverfolgt. Auch verbreitete Herr Lorentz wo er nur konnte das Spielmaterial. 1983 wandte er sich an den Nationalen Sportverband Dongen, mit dem Anliegen, Tischball in das AktivitätenProgramm des jährlich stattfindenden Sportwettkampfes aufzunehmen. So hat am 28. April 1984 zum ersten Mal in den Niederlanden ein Tischballtournier stattgefunden. Die damaligen Teilnehmer kamen aus Dongen und umliegenden Städten. Herr Lorentz machte weiter. Er regte die Nationale Stiftung zur Förderung Sportlicher Aktivitäten für Behinderte an, den Sport überall bekannt zu machen und ihn fest in das Programm aufzunehmen. Außerdem sollte den einzelnen Sportlern die Möglichkeit geboten werden, regelmäßig in einem geeigneten Raum Tischball spielen und trainieren zukönnen. Dementsprechend ist Tischball groß geworden!
Heutzutage gibt es einen aktiven Verein in Dongen, dessen Mitglieder, ob hartgesotten, ob frisch dazugekommen, sich gelegentlich zusammenfinden. Im Laufe der Zeit sind neue Tischballvereine gegründet worden, so dass es inzwischen sogar zur Selbstverständlichkeit gehört, dass sich die Teilnehmer einige Male im Jahr zu einem internationalen Tournier treffen! Und dabei ist es nicht geblieben, denn diese Treffen haben schliesslich zu europäischen Meisterschaften geführt.

Showdown - das Spiel, das ursprünglich als Aktivität zur Rehabilitation in Kanada gedacht war, hat sich im Laufe der Jahre zu einem vollwertigen Sport entwickelt, der mittlerweile in 16 Ländern ausgeübt wird. Die Teilnehmer reisen zu jedem Tournier immer wieder gern an und spielen mit Überzeugung und Begeisterung Showdown.


Der Berliner Blinden- und Sehbehindertensportverein bewarb sich für Sterne des Sports 2011. Mit freundlicher Genehmigung hier ein Artikel dazu aus dem Berliner Abendblatt Nr. 38, Ausgabe Steglitz-Zehlendorf: