Berliner Blinden- und Sehbehindertensportverein von 1928 e.V.

Nachrichten

Fünfter Platz beim Torball-Fest in Stuttgart - Turnier am 23.04.2016

Unser erstes Spiel war für 09:15 angesetzt, Gegner waren die äußerst sympathischen Südtiroler aus Bozen. Wir gingen schnell 1:0 in Führung, doch die Bozener packten ihre Hoppel-Würfe aus, so stand es 1:1. Der Boden kam der Bozener Wurftechnik entgegen, ihre Würfe waren kaum zu hören und so fiel noch vor der Halbzeit das 1:2. Auch nach der Halbzeitpause ging es so weiter, erster Wurf Bozen 1:3. Als dann auch noch das 1:4 fiel, schwand unsere Hoffnung, in diesem Spiel noch einen Punkt zu ergattern. Kurz bekamen wir wieder Auftrieb, als uns das 2:4 glückte, aber im Gegenzug antwortet Bozen mit dem 2:5. Wir erzielten zwar noch das 3:5, aber leider reichte die Zeit nicht mehr, schade, eine Niederlage die schmerzte. Ein verdienter Sieg von Bozen, an denen sich noch mehrere Teams die Zähne ausbeißen sollten.

Der nächste Gegner waren die Schweizer aus Glarus. Unser Ziel für dieses Spiel war es zu punkten und dies gelang uns auch. Wir gerieten zwar früh in Rückstand, aber nach einigen Würfen gelang uns den Rückstand aufzuholen und in einen Vorsprung umzuwandeln. Absetzen konnten wir uns aber leider nicht, daher blieb das Spiel bis zur letzten Minute spannend. Am Ende gewannen wir das Spiel 6:4. Geschafft, unsere ersten Punkte, so kann es weitergehen.

 

Nun wartete Kaiserslautern auf uns. Das Spiel kam irgendwie nicht so richtig in Fahrt, kein Team wollte etwas riskieren und einen Fehler machen. Wir brachten eine 1:0 Führung in die letzte Minute. Aber dort gelang Kaiserslautern mit dem allerletzten Wurf der Ausgleichstreffer zum 1:1. Statt zwei Punkten gab es nur einen, einfach schade, so ein Spiel aus der Hand zu geben.

Nun waren wir auf Wiedergutmachung aus, nächster Gegner war Nürnberg. Von Anfang an versuchten wir das Spiel zu kontrollieren und ließen uns das Spiel nicht aus der Hand nehmen. Mit einer komfortablen 3:0 Führung gingen wir in Halbzeit zwei. Ganz ruhig spielten wir die Partie herunter und gewannen am Ende 4:1.

Den Schwung aus dem Nürnberg-Spiel wollten wir in die Partie gegen Zürich mitnehmen, wir gingen schnell in Führung und bauten unsere Führung aus. Alles sah nach einem sicheren Sieg aus, doch durch einige unüberlegte Leinenwürfe, gaben wir Zürich die Chance noch einmal heranzukommen. Schlussendlich retteten wir ein 3:4 über die Zeit und konnten uns über weitere zwei Punkte freuen.

 

Es folgte das Hauptstadt-Duell Berlin gegen Wien. Wir kassierten gleich zu Beginn zwei Tore, aber wir zeigten Charakterstärke und kämpften uns zurück. Durch eine solide Abwehrleistung konnten wir uns die Führung erkämpfen und hielten sie bis zum Ende fest. 4:3 für Berlin hieß das Endergebnis. Dieser Sieg war eine tolle Mannschaftsleistung.

Als nächstes mussten wir gegen den haushohen Turnierfavoriten ran. Wir hatten aber keine Angst vor der deutschen Nationalmannschaft. Unser Ziel für dieses Spiel war, einfach so lange wie möglich mitzuhalten, eine Niederlage war eingeplant, aber es kam völlig anders.

Sehr überraschend gingen wir mit 1:0 in Führung, doch postwendend kam die Antwort der Nationalmannschaft. Doch das Wort „aufgeben“ gibt es im Berliner Wörterbuch nicht, deshalb gaben wir einfach weiter unser bestes. Man mag es kaum glauben, aber wir gingen wieder in Führung. 2:1 für Berlin, Wahnsinn! Zwar glich der Gegner bald wieder aus, doch jetzt hatten wir Lunte gerochen und gemerkt, dass in diesem Spiel alles möglich war. Wieder gingen wir in Führung, doch wieder glich die deutsche Nationalmannschaft aus. Berlin war aber noch nicht fertig, mit einem schönen Wurf holten wir uns die Führung wieder zurück und jetzt hieß, es Beton anrühren. Die Nationalmannschaft packte alle möglichen Würfe aus, stramme Würfe auf die Schnittstellen, Hoppel-Bälle, aber es gab kein Durchkommen für sie, wir waren in den letzten Minuten, wie eine undurchdringliche Wand.  Mit einer grandiosen Mannschaftsleistung schafften wir es schließlich das Ergebnis über die Zeit zu bringen, wohl auch mit etwas Glück, aber auch verdient. Berlin besiegt die deutsche Nationalmannschaft 4:3,  was für eine Überraschung, Wahnsinn!

 

Nun wollten wir natürlich, dass es so weitergeht. Aber nach dem Deutschland-Spiel waren wir total von der Rolle. Gegen die Österreicher aus Graz ging gar nichts mehr. Wie im Spiel gegen Wien kassierten wir schon zu Beginn schnell 2 Tore, aber diesmal konnten wir das Spiel nicht mehr umdrehen, es fehlte die zündende Idee um das österreichische Bollwerk zu überlisten. Am Ende gab es die große Ernüchterung, wir verloren das Spiel 4:1. Das Deutschland-Spiel kostete uns wohl mehr Energie als uns lieb war.

In den letzten drei Spielen hieß unsere Marschrichtung, Schadensbegrenzung und so viele Punkte wie möglich mitzunehmen, dies schafften wir nur teilweise.

Gegen die zweite Mannschaft des Organisators holten wir einen glatten 10:0 Sieg. Bei den letzten beiden Spielen des Turniers, gegen Hoffeld 1 und Augsburg, spürten wir ein wenig die Müdigkeit und wir hatten auch nicht mehr diese Willenskraft zu Siegen, wie in den ersten Spielen. Leider gingen beide Spiele verloren, 5:2 gegen Hoffeld 1 und 5:1 gegen Augsburg.

Unser Leistungseinbruch am Ende kostete uns eine bessere Platzierung, so landeten wir im Endklassement auf Platz 5, aber immer noch in der oberen Hälfte. Den Turniersieg bei den Herren holte sich schließlich Deutschland vor Bozen und Augsburg. Berlin bleibt weiterhin der Turniersieger-Besieger.

 

Am Abend ging es zum gemütlichen Teil über, in einer angenehmen Atmosphäre ließen wir den Tag mit den anderen Teams in der Gaststätte ausklingen.

Ein Dank gilt den Veranstaltern für ein wunderbar organisiertes Turnier, man fühlte sich wirklich wohl. Beim nächsten Turnier in Stuttgart/Hoffeld ist Berlin sicher wieder gerne dabei.

Für Berlin spielten: Jörg Bechtold, Steffen Bülth, Heiko Wiese, Thorsten Wolf und Christian Mair.

Betreut wurden wir, wie immer, von Martina Gerstenberger und Frodo, Maria Bülth unterstützte uns als Fan.

Zurück zur Übersicht