Berliner Blinden- und Sehbehindertensportverein von 1928 e.V.

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Berlin bestätigt vierten Platz - Landshut wird Deutscher Meister – Titelverteidiger München I und Hoffeld steigen ab

Nun zu den einzelnen Spielen: Zunächst trafen wir auf die TG Unterliederbach I, den letzt jährigen Finalisten. Beide Mannschaften tasteten sich erst einmal heran und setzten auf eine sichere Defensive. Uns unterlief ein Abwehrfehler, den Ball konnten wir aber zum Glück mit vereinten Kräften kurz vor der Torlinie stoppen. Auf der anderen Seite flogen ein, zwei geworfene Bälle recht knapp am Tor der TGU vorbei. Schlussendlich blieb es beim verdienten 0:0-Unentschieden.

 

Der nächste Gegner hieß München II, die gegen ihre erste Mannschaft auch Unentschieden gespielt hatten. Dieses Spiel konnten wir in der ersten Hälfte gleich an uns ziehen und mit dem ersten Wurf des Spiels gelang uns sofort die Führung. Wir bauten diese nun in der Folge aus. Viele Leinentreffer des Gegners brachten uns eher keinen Vorteil, im Gegenteil wir ließen uns anstecken und verursachten ungewohnte viele Leinentreffer. Aber die Abwehr stand bis auf ein Gegentor sicher und so konnten wir ein gefühlt hektisches Spiel dann doch sicher mit 7:1 gewinnen.

 

Im dritten Spiel des Tages wartete nun die erste Mannschaft aus München auf uns Berliner. Diese standen nach zwei Spielen und nur einem Punkt schon unter Druck. Die Münchner spielten auch druckvoll, aber nicht so platziert wie gewohnt. Wir lagen in der Abwehr sehr gut und konnten bei nur einem Gegentor zwei Mal den Ball ins gegnerische Tor unterbringen – Zwischenstand 2:1 für uns. Leider mussten wir dann mit einem der letzten Würfe noch den Ausgleich hinnehmen – gefühlt ein Punktverlust.

 

Nach einer längeren Pause stand die Partie gegen Hoffeld an, die bisher zwar verloren hatten, aber nie hoch. Es entwickelte sich ein verrücktes Spiel mit vielen Toren, welches wir nie defensiv zu kontrollieren schafften. Viele Bälle sprangen uns über den Körper und wir reagierten was die Umstellung der Abwehrformation betraf leider immer etwas zu spät. So kamen wir über ein 5:5-Unentschieden nicht hinweg - der nächste schmerzhafte Punktverlust.

 

Nun folgte das Aufeinandertreffen mit den favorisierten Landshutern, die bis dahin keinen Punkt abgegeben hatten. Unsere Abwehr musste nun wieder besser liegen und wir konnten dies auch sehr gut umsetzen. Eine konzentrierte Abwehrleistung und die Tore zur richtigen Zeit brachte uns bei einem Abwehrfehler eine 2:1-Führung. In der zweiten Hälfte lag unsere Defensive ohne Fehler und ein Sprungball konnte die Abwehrreihen des Gastgebers noch einmal überwinden. Dann war das Spiel vorbei! Ein unsererseits laut stark umjubelter 3:1-Sieg stand im Protokoll. Zum ersten Mal hatten wir als Berliner Mannschaft Landshut bei einem Turnier schlagen können.

 

Nun waren alle Mannschaften sehr eng zusammengerückt und die letzten Spiele mussten die Entscheidung bringen. Bei uns Berlinern stand noch das Spiel gegen Dortmund-Kirchderne aus und Landshut musste gegen die TG Unterliederbach ran.

 

Wir gerieten leider gegen stark aufspielende Kirchderner schnell durch einen Sprungball in Rückstand. Dem wir in der ersten Hälfte immer hinterherliefen. Auf den Anschlusstreffer folgte das erneute Gegentor. Zur Halbzeit kämpften wir uns auf 3:3 heran, aber leider fanden wir kein Mittel gegen die Sprungbälle, so dass wir in der zweiten Hälfte dann keine Chance hatten, da wir selbst offensiv keine Akzente mehr setzen konnten. Am Ende verloren wir verdient mit 3:7. Damit hatten wir die Chance auf eine bessere Platzierung vergeben, wobei wir auch zwei Punkte sicher gegen die absteigenden Teams liegen haben lassen.

 

Die TG Unterliederbach trotzte dem Gastgeber ein äußerst spannendes Spiel ab und ging sogar in Führung. Landshut vergab zwei Freiwürfe, es sah so aus, als könnte es für die TGU reichen. Dann konnten die Landshuter jedoch mit einem tollen Wurf noch den Ausgleich erzielen und sich damit den Deutschen Meistertitel wieder holen. Herzlichen Glückwunsch dafür! Dortmund-Kirchderne erspielte sich damit den zweiten Platz und die TGU konnte sich aufgrund eines geringfügig besseren Torverhältnisses noch vor uns Berliner setzen. München II landete auf Platz 5 und der Titelverteidiger München I muss mit Hoffeld in die 2. Torball-Bundesliga absteigen.

 

Vielen Dank auch für die tolle und reibungslose Organisation!

 

Für Berlin spielten: Steffen Bülth, Steffen Lehmann, Christian Mair, Heiko Wiese und Jörg Bechtold.

Unterstützt wurden wir von Martina Gerstenberger und Frodo.

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